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MARIO GIACOMELLI
In seinem Gedicht L’infinito beschreibt Giacomo Leopardi die Erfahrung von Begrenzung als Ausgangspunkt für die Vorstellung des Unendlichen. Die gleichnamige Ausstellung widmet sich den Fotografien von Mario Giacomelli, einem der international bedeutendsten italienischen Fotografen der Nachkriegszeit, dessen Werk als konzeptuell wegweisend gilt.
Giacomelli entwickelte eine unverwechselbare, von grafischer Abstraktion geprägte Bildsprache. Seine Arbeiten sind nahezu ausnahmslos seriell angelegt und verbinden Elemente der Reportage mit lyrischer Subjektivität. Besonders seine abstrakten Landschaften lösen reale Topografien in harte Schwarz-Weiß-Kontraste, rhythmische Linien und zeichenhafte Flächen auf. Der Dialog zwischen Fotografie und Literatur spielt dabei eine zentrale Rolle: Der literarische Bezug wird unter anderem in der Serie »L'infinito« sichtbar, bleibt jedoch eingebettet in ein umfassendes künstlerisches Verständnis von Fotografie.
Wir laden Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, den 5. Februar, um 19 Uhr in die Galerie OstLicht ein.
Bereits ab 18 Uhr findet am Brotfabrik-Areal ein Gallery Walk statt. Das Atelier10 sowie die AnzenbergerGallery haben bis 19 Uhr geöffnet. Im Kulturhaus zeigt Maurício Ianês mit der Aktion „Dead Zone“ eine wortlose Performance, die sich intensiv mit dem Spannungsfeld zwischen Goldrausch, Kunst und Leere auseinandersetzt.

